Dienstag, 21. Dezember 2010

Frohe Weihnachten

Hallo ihr lieben Leser,
es ist nun so weit! Weihnachten ist in drei Tagen, so wünsche ich euch ein frohes Fest mit euer Familie und ein schönes neues Jahr. Auch ich werde jetzt erst mal eine "Weihnachtspause" einlegen und nach Hause fliegen, wenn das Wetter mich lässt.
 Hoffentlich bleibt ihr mir als meine Leser treu, auch im nächsten Jahr, auch wenn ich diesen Blog dann nur noch einen Monat fortführen werde. Ab da werde ich mein Studium wieder in der Heimat fortsetzten.
Also bis ins neue Jahr

Ines

Sonntag, 12. Dezember 2010

Trink-Kultur


Cafe im Wiener Styl
 Hier gibt es am "Hauptmarkt"(Rynek Glowny) gibt es laut Reiseführer mehr als 400 Bars und auch mehr als einige in Bezirk Kazimierz, also ist es hier sehr schwer nicht in eine Bar/Pub/Club zu gehen. Ist auch etwas schönes, wenn man Uni bis nach 18.30 Uhr hat. So kann man sich entspannen von den anstrengenden Kursen und sich für den Heimweg noch aufwärmen. In der Adventszeit haben die Bars/Pubs/Clubs auch Glühwein eingeführt. Einige erwärmen den Wein in der Mikrowelle und einige haben wirklich guten weißen Glühwein, etwas herrliches!

   

Pub in Kaziemierz, die alten Nähmaschien dienen als Tische

 




Pub Propaganda, hier lebt der Kult der Kommunismus´ weiter


Freitag, 3. Dezember 2010

Gemischtest

Die Adventszeit hat begonnen und hier auch pünktlich der Schnee und er will gar nicht mehr aufhören. Am Mittwoch hat es so doll geweht, dass es bei mir rein geweht hat...zum Glück nur in der Küche. Es ist auch lustig wenn man hier rausgeht: jeder Streckenabschnitt ist hier anderes geräumt, aber auf jeden Fall nicht gestreut. Man könnte sagen, dass es ein Abenteuer ist hier raus zugehen, besonders da die Verkehrsmittel auch unregelmäßig fahren. Die Leute hier kennen den Winter nicht anders als jetzt und dennoch hat sie der Winter überrascht, vielleicht sollte man ihnen sagen, dass dieses Wetter alle Jahre wiederkommt, man weiß ja nie.

Auf ganz besonderen Wunsch stelle ich jetzt ein paar Fotos von meinen Klassenräumen rein, es hat lang gedauert, da ich die Kamera regelmäßig vergas, aber jetzt ist es endlich so weit. Vielleicht noch eine wichtige Information: in Polen zahlt man nichts für das Studium, dafür gibts auch kein Semsterticket, aber Studenten kriegen hier auf fast alles Rabatt: polnische Bahn, Nahverkehr, Kino, manchmal Reisen...

Dieser Raum ist in der Judaistik


 Raum in der Religionswissenschaft und daneben der Flur vor dem Raum
der Medientisch (Beamer hängt an der Decke)

jeder Stuhl in diesem Raum ist anders

Raum im alten Teil der Uni, Decke ist ca. 6m hoch

und die Wände mit solchen Regal zugekleistert...

im Collegium Malus, hier gibt es auch eine Galerie und 7m Decken

hier gibts aber einen Beamer...



Mein Polnisch-Raum (sehr klein) und der Raum wo ich "Religion in Poland" und "Historie of Polish Cultre" habe


meine Alptraumstühle, aber so sind halt Platzbeschaffungsmaßnahmen...

Montag, 29. November 2010

Alltag

Also mein Alltag hat jetzt eine Art Aufschwung erlebt: wir haben Schnee.


Ausblick auch meinem Fenster

So fällt auch nicht mehr die eisige Atmosphäre bei mir zu Hause auf, die bei mir herrscht seit meine Mitbewohnerin nicht mehr mit mir spricht.
Aber der Schnee ist echt toll, fürs erste, nach einer Woche ist er bestimmt nur noch nervig. Aber was solls: Abwechslung ist Abwechslung, oder?

Ausblick aus der Küche
Ausblick aus der Küche

                                                     Montags gehe ich immer Zapiekankie essen, 30 cm X 5 cm pure Freude, dass wird mir zu Hause echt fehlen.
eine Standarte-Zapiekanka
Heute habe ich mir auch etwas Zeit genommen den Wawel-Drachen zu fotographieren.
einmal ohne

einmal mit Freuer
 Leider ist es in meiner Freistunde schon immer etwas duster, so dass meine Fotos nicht heller sind. Und bis das Ding Feuer gespieen musste ich fast 15 min warten, dem entsprechen kalt waren auch meine Finger, aber danach war ich noch einen Tee trinken.


 

Kuriosa Polens

Ich dachte mir, dass ich vielleicht auch ein paar Sätze zu den ganzen Merkwürdigkeiten verlieren sollte. Mir ist zwar nie vorher so richtig aufgefallen, weil meine Eltern und meine Tante in Polen immer alles erledigt haben. Jetzt ist dem nicht mehr so, jetzt wohne ich mehr oder weniger allein (ich habe ja noch meine zwei Mitbewohner, die kein polnisch können).

1. Die Leute in den Fenstern, also an Schaltern, sind oft unhöflich und haben kein Verständnis dafür, dass ich sie nicht verstehe. Ich vermute, dass sie mich für dumm oder so halten, deshalb über lege mich mir einen falschen und sehr starken deutschen Akzent zu zulegen. Könnte ja vielleicht helfen.

2. Der Bahnhof ist auch etwas ganz spezielles. Als ich mein Ticket nach Danzig kaufte, fragte ich ob ein Zug um 5.50 Uhr fährt und die Verkäuferin meinte JA. Der Zug kam aber um 5.30, was ich erst um 6.00 erfuhr, als ich mich am Schalter erkundigte, erzählte ich, dass die andere Verkäuferin 5.50 nicht verneint. Da hieß es nur, dass ich an der Information hätte fragen sollen, nicht am Schalter und wenn die Zeittafel der Züge nicht lesen könne, solle ich doch jemanden um Hilfe fragen. WEN? Genau, deshalb fragte ich ja die eine Verkäuferin! Also ich ging dann zur Tafel und siehe da: unter 5.50 wurde ein schmaler Streifen geklebt mit der neuen Uhrzeit 5.30. Die Streifen sind aber teilweise so schlecht geklebt, dass sie die Hälfte der Zwischenstadionen verdecken.

3. Der Straßenverkehr. Es gibt hier unglaublich viele Unfälle, habe zwar noch keinen gesehen, höre aber immer die Sirenen. Die Leute fahren hier wie zu kommunistischen Zeit, nur sind mehr als dreimal so viele Autos auf den Straßen unterwegs. Die Farbe rot an der Ampel, ist nur eine Richtlinie, nicht mehr und geparkt wird wo Platz ist. Die Polizei ist aber eher damit beschäftigt, Leuten die nicht die Straße auf dem Zebrastreifen überqueren, eine 50 PLN (ca. 12,50 €) Strafe aufzudrücken.
Den Zebrastreifen überquere ich mittlerweile so, dass ich nach links und rechts gucke: Fährt etwas mit Sirene? Nein! Fährt ein Bus oder eine Tram? Nein! Los gehts! Die Autos bleiben auch stehen, ich habe ja auch "Vorfahrt". Ich weiß, dass ist vielleicht nicht die beste Idee, aber anders ist schwer über die Straßen zu kommen.

4. Gemüse wird hier auf dem Markt gekauft. Die Supermärkte haben sich darf eingestellt und dem entsprechend ist das Gemüse-/Obstangebot klein und nicht wirklich gut. Auf dem Markt kann man sogar Kakis kaufen, einfach fantastisch. Dadurch wird aber auch der eigene Markt und die Bauern gestärkt und das Zeug ist so auch günstiger. Außerdem wird oft auf den Kleinmist verzichtet wie das Rausgeben von 0,01 PLN oder 0,02 PLN, manchmal kriegt man auch etwas mehr Rückgeld. Zudem wissen die Händler auch wie man am besten das Zeug zubereitet oder wo man Gemüse, welches man selbst nicht hat woanders auf dem Markt kaufen kann.

5. Alle Studenten sind einheitlich, nur der Name der Uni ist halt anders. Verwirrt auf jeden Fall weniger Leute als in Berlin.

6. Am darf hier wohl keine Kopierer bedienen. Man lässt hier einfach seine Bücher da und kommt in einer Stunde oder am nächsten Tag wieder um sich alles abzuholen. Irgendwie praktisch und zeitsparend für einen.

7. Die polnische Rechtschreibung: Sie ist echt merkwürdig. Also Eigennamen werden groß geschrieben (Logisch), aber Namen von Tänzen (in meinen Augen auch Eigennamen) nicht. Sonne, Mond und Erde werden nur groß geschrieben, wenn man etwas astronomischen damit ausdrücken will, sonst (wie sollte es anders sein) klein, auch wenn ein kleines Kind nach der Mond-Sonne-Entfernung fragt. Eigentlich was astronomisches, aber Kinder haben wohl keine Ahnung davon.

8. Busfahren: Ist hier echt beängstigend, die rasen einfach so durch den Straßenverkehr. In Berlin habe ich nichts gegen stehen im Bus, hier schon. Das Gleichgewicht zu verlieren ist mehr als wahrscheinlich.

9. Hier gibt wirklich viele Gesucht-Zettel, sonders von alten Menschen. Gibt es auch so was in Deutschland, wenn ja habe ich es noch nie gesehen.

10. In kleinen Bibliotheken steht man hier hinter der Theke und sagt, welches Buch man will, so funktioniert hier auch das Kopieren: man sagt welche Seiten man will und die kopieren es. Wenns mal länger dauern sollte, kommt man halt erst in einer Stunde wieder, was auf der einen Seite echt praktisch ist, auf der anderen irgendwie merkwürdig.

Montag, 22. November 2010

Erasmus-Blase

Ich lebe hier in einer merkwürdigen Blase zusammen mit anderen Erasmus-Studenten.
Also wir reden hier alle Englisch, aber nicht british oder american english, nein, wir reden Erasmus-english. Wörter aus anderen Sprachen sind an der Tagesordnung oder einfach die entsprechenden Geräusche und Gestik sind auch sehr wichtig.
Man sieht auch immer die selben Leute, so traf ich in Danzig deutsche Studenten, die auch Besuch hatten von anderen deutschen Studenten aus Krakau, die schon hier kennen gelernt habe. Ich würde sagen, dass meine Welt hier mehr als klein ist. So ist auch der Kontakt zu Polen mehr als beschränkt, denn ich gehe von einem englischen Kurs zum anderen, okay, ich habe auch drei polnische Kurse. Wenige Leute habe hier polnische Kurse und mit den Polen einen regulären Kontakt aufzubauen ist auch schwer, weil man sie nicht regelmäßig genug sieht.
Aber auch auf Parties lernt man auch kaum Polen kennen, den die ESN schmeißt sehr gern Erasmus-Parties. Zum Glück habe ich mir mein Plätzchen bei deutschen Polen oder polnischen Deutschen (aus auch immer) gesucht. Da diskutieren wir auf deutsch über Probleme der polnischen Sprache, was auch lustig ist. So kann ich zumindest versuchen aus dieser Blase auszubrechen.

Montag, 15. November 2010

no2


Videos von der See

Hi, wenn ihr die Videos nicht ansehen könnt, müsst ihr mir bescheid sagen! Ich eine andere Lösung suchen. Meine E-Mail-Adresse lautet: ines.isolda@googlemail.com
Danke sehr!                       




Sonntag, 14. November 2010

Danzig

HI!
Ich war dieses Wochenende in Danzig, was echt sehr schön. Jedoch würde ich es nicht noch mal machen, weil je nach welchen Zug ich nehme es 8,5 bis 13 Stunden von Krakau dauert...
Es war ein langes Wochenende, so dass es sich auch lohnte, habe ich auch noch meine Mittwoch geschwänzt.  Ich bin Erasmus-Studentin, ich darf das!
Ich hatte auch echt Glück mit meinen Trip, den es sollte echt viel regnen und es hat nur etwas an Abend genieselt  und ich werde wohl nie wieder was mit meiner Mitbewohnerin und ihrer Freundin unternehmen (die ist so unhöflich und kann mich nicht leiden, weshalb ich sie nicht leiden kann. Außerdem ist sie mir zu morbid,)
Also die Stadt ist echt schön und hat mich auch voll an Lübeck erinnert nicht diesen wundervollen Häusern. Da ich auch man 11.November (dem polnischen Feiertag, zu ehren von Ende des 2. Weltkrieges) war die Stadt auch echt voll.
Am Freitag waren wir in Sopot, auch eine echt wunderschöne Stadt und nur 20 min von Danzig mit einer Art S-Bahn entfernt. Wir haben dort auf dem Pier gefrühstückt, was echt lustig war und die Möwen haben und auch tatsächlich in ruhe gelassen. Dort habe ich auch Flunder gegessen. Ich kann nur sagen, dass ich die Ostsee liebe!
Goldenes Tor
Mittags haben wir dann begonnen im Danzig Museen zu besuchen. Die Zeit reichte nur für eine Unterabteilung des Nationalmuseums und des Museum der Schifffahrt. Man habe ich dort viele Bilder gesehen. Im Nationalmuseum waren viele Bilder von flämischen und französische Künstlern, aber auch polnischen oder deutschen Malern, die sich mit der Stadt beschäftigten. Das Schifffahrtsmuseum hat die ganze Geschichte ausgestellt und ein Geschoss  mit Gemälden mit Seemotiv gezeigt...
Hauptplatz in Danzig
Mariastraße, Viele Laden für Bernstein
Am Samstag wollte Marions Freundin nach Stutthof (was sie immer zu Stuttgart nannte) fahren um sich das KZ dort anzuschauen, Marion und ich hatte schon nach Auschwitz genug und entschieden deshalb nach Leba gefahren, um uns den Slowinzischen Nationalpark anzusehen. Wir haben uns in Leba Fahrräder gemietet und sind dort 4 Std durch die Gegend gekurvt.





Meer in Sopot
Besucher beimm Frühstück



Alter Kran in Danzig

abgebrannter Speicher

Nationalpark









der See

Das Meer von einer Düne vertseckt




Der Park ist echt fantastisch: Man fährt dort durch den Wald, auf der einen Seite ein großer und wirklich schöner See und auf der anderen Seite riesige Sanddünen, die einen den Blick auf das Meer versperren, was nicht so schlimm ist, man hat ja den See...


P.S.: Zu meiner Wohnsituation in Danzig: Ich wohnte dort im Studentenwohnheim und ich bin echt glücklich, dass ich hier nicht in einem Studentenwohnheim wohne. Ein Drei-Bett-Zimmer mit kaum Platz um ruhig zu arbeiten. Im Flur ist immer laut, na ja, um 9 Uhr morgens ist es stiller. Das Zimmer hat nur einen Schlüssel, den man, wenn man außer Haus ist, bei der Rezeption lassen. Die Küche im Flur hat nur zwei Ofen, ein kleines Waschbecken und einen alten Schreibtisch als Inventar.