Montag, 29. November 2010

Alltag

Also mein Alltag hat jetzt eine Art Aufschwung erlebt: wir haben Schnee.


Ausblick auch meinem Fenster

So fällt auch nicht mehr die eisige Atmosphäre bei mir zu Hause auf, die bei mir herrscht seit meine Mitbewohnerin nicht mehr mit mir spricht.
Aber der Schnee ist echt toll, fürs erste, nach einer Woche ist er bestimmt nur noch nervig. Aber was solls: Abwechslung ist Abwechslung, oder?

Ausblick aus der Küche
Ausblick aus der Küche

                                                     Montags gehe ich immer Zapiekankie essen, 30 cm X 5 cm pure Freude, dass wird mir zu Hause echt fehlen.
eine Standarte-Zapiekanka
Heute habe ich mir auch etwas Zeit genommen den Wawel-Drachen zu fotographieren.
einmal ohne

einmal mit Freuer
 Leider ist es in meiner Freistunde schon immer etwas duster, so dass meine Fotos nicht heller sind. Und bis das Ding Feuer gespieen musste ich fast 15 min warten, dem entsprechen kalt waren auch meine Finger, aber danach war ich noch einen Tee trinken.


 

Kuriosa Polens

Ich dachte mir, dass ich vielleicht auch ein paar Sätze zu den ganzen Merkwürdigkeiten verlieren sollte. Mir ist zwar nie vorher so richtig aufgefallen, weil meine Eltern und meine Tante in Polen immer alles erledigt haben. Jetzt ist dem nicht mehr so, jetzt wohne ich mehr oder weniger allein (ich habe ja noch meine zwei Mitbewohner, die kein polnisch können).

1. Die Leute in den Fenstern, also an Schaltern, sind oft unhöflich und haben kein Verständnis dafür, dass ich sie nicht verstehe. Ich vermute, dass sie mich für dumm oder so halten, deshalb über lege mich mir einen falschen und sehr starken deutschen Akzent zu zulegen. Könnte ja vielleicht helfen.

2. Der Bahnhof ist auch etwas ganz spezielles. Als ich mein Ticket nach Danzig kaufte, fragte ich ob ein Zug um 5.50 Uhr fährt und die Verkäuferin meinte JA. Der Zug kam aber um 5.30, was ich erst um 6.00 erfuhr, als ich mich am Schalter erkundigte, erzählte ich, dass die andere Verkäuferin 5.50 nicht verneint. Da hieß es nur, dass ich an der Information hätte fragen sollen, nicht am Schalter und wenn die Zeittafel der Züge nicht lesen könne, solle ich doch jemanden um Hilfe fragen. WEN? Genau, deshalb fragte ich ja die eine Verkäuferin! Also ich ging dann zur Tafel und siehe da: unter 5.50 wurde ein schmaler Streifen geklebt mit der neuen Uhrzeit 5.30. Die Streifen sind aber teilweise so schlecht geklebt, dass sie die Hälfte der Zwischenstadionen verdecken.

3. Der Straßenverkehr. Es gibt hier unglaublich viele Unfälle, habe zwar noch keinen gesehen, höre aber immer die Sirenen. Die Leute fahren hier wie zu kommunistischen Zeit, nur sind mehr als dreimal so viele Autos auf den Straßen unterwegs. Die Farbe rot an der Ampel, ist nur eine Richtlinie, nicht mehr und geparkt wird wo Platz ist. Die Polizei ist aber eher damit beschäftigt, Leuten die nicht die Straße auf dem Zebrastreifen überqueren, eine 50 PLN (ca. 12,50 €) Strafe aufzudrücken.
Den Zebrastreifen überquere ich mittlerweile so, dass ich nach links und rechts gucke: Fährt etwas mit Sirene? Nein! Fährt ein Bus oder eine Tram? Nein! Los gehts! Die Autos bleiben auch stehen, ich habe ja auch "Vorfahrt". Ich weiß, dass ist vielleicht nicht die beste Idee, aber anders ist schwer über die Straßen zu kommen.

4. Gemüse wird hier auf dem Markt gekauft. Die Supermärkte haben sich darf eingestellt und dem entsprechend ist das Gemüse-/Obstangebot klein und nicht wirklich gut. Auf dem Markt kann man sogar Kakis kaufen, einfach fantastisch. Dadurch wird aber auch der eigene Markt und die Bauern gestärkt und das Zeug ist so auch günstiger. Außerdem wird oft auf den Kleinmist verzichtet wie das Rausgeben von 0,01 PLN oder 0,02 PLN, manchmal kriegt man auch etwas mehr Rückgeld. Zudem wissen die Händler auch wie man am besten das Zeug zubereitet oder wo man Gemüse, welches man selbst nicht hat woanders auf dem Markt kaufen kann.

5. Alle Studenten sind einheitlich, nur der Name der Uni ist halt anders. Verwirrt auf jeden Fall weniger Leute als in Berlin.

6. Am darf hier wohl keine Kopierer bedienen. Man lässt hier einfach seine Bücher da und kommt in einer Stunde oder am nächsten Tag wieder um sich alles abzuholen. Irgendwie praktisch und zeitsparend für einen.

7. Die polnische Rechtschreibung: Sie ist echt merkwürdig. Also Eigennamen werden groß geschrieben (Logisch), aber Namen von Tänzen (in meinen Augen auch Eigennamen) nicht. Sonne, Mond und Erde werden nur groß geschrieben, wenn man etwas astronomischen damit ausdrücken will, sonst (wie sollte es anders sein) klein, auch wenn ein kleines Kind nach der Mond-Sonne-Entfernung fragt. Eigentlich was astronomisches, aber Kinder haben wohl keine Ahnung davon.

8. Busfahren: Ist hier echt beängstigend, die rasen einfach so durch den Straßenverkehr. In Berlin habe ich nichts gegen stehen im Bus, hier schon. Das Gleichgewicht zu verlieren ist mehr als wahrscheinlich.

9. Hier gibt wirklich viele Gesucht-Zettel, sonders von alten Menschen. Gibt es auch so was in Deutschland, wenn ja habe ich es noch nie gesehen.

10. In kleinen Bibliotheken steht man hier hinter der Theke und sagt, welches Buch man will, so funktioniert hier auch das Kopieren: man sagt welche Seiten man will und die kopieren es. Wenns mal länger dauern sollte, kommt man halt erst in einer Stunde wieder, was auf der einen Seite echt praktisch ist, auf der anderen irgendwie merkwürdig.

Montag, 22. November 2010

Erasmus-Blase

Ich lebe hier in einer merkwürdigen Blase zusammen mit anderen Erasmus-Studenten.
Also wir reden hier alle Englisch, aber nicht british oder american english, nein, wir reden Erasmus-english. Wörter aus anderen Sprachen sind an der Tagesordnung oder einfach die entsprechenden Geräusche und Gestik sind auch sehr wichtig.
Man sieht auch immer die selben Leute, so traf ich in Danzig deutsche Studenten, die auch Besuch hatten von anderen deutschen Studenten aus Krakau, die schon hier kennen gelernt habe. Ich würde sagen, dass meine Welt hier mehr als klein ist. So ist auch der Kontakt zu Polen mehr als beschränkt, denn ich gehe von einem englischen Kurs zum anderen, okay, ich habe auch drei polnische Kurse. Wenige Leute habe hier polnische Kurse und mit den Polen einen regulären Kontakt aufzubauen ist auch schwer, weil man sie nicht regelmäßig genug sieht.
Aber auch auf Parties lernt man auch kaum Polen kennen, den die ESN schmeißt sehr gern Erasmus-Parties. Zum Glück habe ich mir mein Plätzchen bei deutschen Polen oder polnischen Deutschen (aus auch immer) gesucht. Da diskutieren wir auf deutsch über Probleme der polnischen Sprache, was auch lustig ist. So kann ich zumindest versuchen aus dieser Blase auszubrechen.

Montag, 15. November 2010

no2


Videos von der See

Hi, wenn ihr die Videos nicht ansehen könnt, müsst ihr mir bescheid sagen! Ich eine andere Lösung suchen. Meine E-Mail-Adresse lautet: ines.isolda@googlemail.com
Danke sehr!                       




Sonntag, 14. November 2010

Danzig

HI!
Ich war dieses Wochenende in Danzig, was echt sehr schön. Jedoch würde ich es nicht noch mal machen, weil je nach welchen Zug ich nehme es 8,5 bis 13 Stunden von Krakau dauert...
Es war ein langes Wochenende, so dass es sich auch lohnte, habe ich auch noch meine Mittwoch geschwänzt.  Ich bin Erasmus-Studentin, ich darf das!
Ich hatte auch echt Glück mit meinen Trip, den es sollte echt viel regnen und es hat nur etwas an Abend genieselt  und ich werde wohl nie wieder was mit meiner Mitbewohnerin und ihrer Freundin unternehmen (die ist so unhöflich und kann mich nicht leiden, weshalb ich sie nicht leiden kann. Außerdem ist sie mir zu morbid,)
Also die Stadt ist echt schön und hat mich auch voll an Lübeck erinnert nicht diesen wundervollen Häusern. Da ich auch man 11.November (dem polnischen Feiertag, zu ehren von Ende des 2. Weltkrieges) war die Stadt auch echt voll.
Am Freitag waren wir in Sopot, auch eine echt wunderschöne Stadt und nur 20 min von Danzig mit einer Art S-Bahn entfernt. Wir haben dort auf dem Pier gefrühstückt, was echt lustig war und die Möwen haben und auch tatsächlich in ruhe gelassen. Dort habe ich auch Flunder gegessen. Ich kann nur sagen, dass ich die Ostsee liebe!
Goldenes Tor
Mittags haben wir dann begonnen im Danzig Museen zu besuchen. Die Zeit reichte nur für eine Unterabteilung des Nationalmuseums und des Museum der Schifffahrt. Man habe ich dort viele Bilder gesehen. Im Nationalmuseum waren viele Bilder von flämischen und französische Künstlern, aber auch polnischen oder deutschen Malern, die sich mit der Stadt beschäftigten. Das Schifffahrtsmuseum hat die ganze Geschichte ausgestellt und ein Geschoss  mit Gemälden mit Seemotiv gezeigt...
Hauptplatz in Danzig
Mariastraße, Viele Laden für Bernstein
Am Samstag wollte Marions Freundin nach Stutthof (was sie immer zu Stuttgart nannte) fahren um sich das KZ dort anzuschauen, Marion und ich hatte schon nach Auschwitz genug und entschieden deshalb nach Leba gefahren, um uns den Slowinzischen Nationalpark anzusehen. Wir haben uns in Leba Fahrräder gemietet und sind dort 4 Std durch die Gegend gekurvt.





Meer in Sopot
Besucher beimm Frühstück



Alter Kran in Danzig

abgebrannter Speicher

Nationalpark









der See

Das Meer von einer Düne vertseckt




Der Park ist echt fantastisch: Man fährt dort durch den Wald, auf der einen Seite ein großer und wirklich schöner See und auf der anderen Seite riesige Sanddünen, die einen den Blick auf das Meer versperren, was nicht so schlimm ist, man hat ja den See...


P.S.: Zu meiner Wohnsituation in Danzig: Ich wohnte dort im Studentenwohnheim und ich bin echt glücklich, dass ich hier nicht in einem Studentenwohnheim wohne. Ein Drei-Bett-Zimmer mit kaum Platz um ruhig zu arbeiten. Im Flur ist immer laut, na ja, um 9 Uhr morgens ist es stiller. Das Zimmer hat nur einen Schlüssel, den man, wenn man außer Haus ist, bei der Rezeption lassen. Die Küche im Flur hat nur zwei Ofen, ein kleines Waschbecken und einen alten Schreibtisch als Inventar. 

Samstag, 6. November 2010

Nennt mich Gipfelstürmer...

... auch wenn ich nicht sicher bin, ob ich auf einem Gipfel war.

Also ich war heute mit meiner Mitbewohnerin, einer ihrer Freundinnen und zwei deutsch-polnischen Freundinnen im Nationalpark Gorczanski, der ist ungefähr zwei Autostunden entfernt.
                                                                      (oben bei der Seilbahn)

Also mein Tag begann schon sehr früh, da der erste der beiden Busse zum Park um 8.10 Uhr fährt und da die Sonne schon um 16 Uhr am untergehen ist, hat man auch nicht so viel Zeit. Außerdem fährt der letzte Bus von dort nach Krakau tatsächlich schon um 15.45 Uhr, nein ich mache darüber keine Scherze!




 Am Busbahnhof (zum Glück nur 10 min. von mir entfernt) stellte ich fest, dass meine Mitbewohnerin eigentlich in einen anderen Nationalpark wollte, aber bei sechs allein in Malapolska kann man sich schon irren. Sie war (und ist vermutlich immer noch) sehr sauer auf mich. Aber wie gesagt sechs Nationalparks (!), da kann einem mal ein Fehler unterlaufen.
 Im Bus habe ich einen netten in Polen lebenden Ukrainer kennengelernt. Er fragte mich Nach einem Taschentuch (Do you have dishes? ich weiß es ist mehr als falsch). Es war mit ihm total lustig und so verging die Zeit im Bus wie im Flug.
 Dort angekommen mussten wir schon eine Hürde überwinden, die Seilbahn. Wir alle fünf haben Höhenangst, aber wir haben Rabatt bekommen. Eine durfte umsonst fahren. Oben angekommen machten wir uns auf und wanderten fünf Stunden in den Bergen. Die Aussichten waren teilweise herrlich., teilweise einfach nur Wald.
Aber der Weg runter war das aller schärfste: ganz steil runter! Man musste wirklich aufpassen, dass man nicht mehr rutscht als läuft.

 Eigentlich hatten wir echt Glück mit dem Wetter, den in Krakau hat ganz schon geregnet und wir haben halt nur die Regenwolken gesehen. Wir litten nur etwas unter dem kalten Wind.
So jetzt habe ich auch unglaublichen Muskelkater.
Meine Sachen sind jetzt auch schlammfrei, aber warum das Wandern des Müllers Lust ist weiß ich immer noch nicht...















Mittwoch, 3. November 2010

Herzlich Willkommen!

Ich weiß, dass es vielleicht etwas spät ist einen Blog zu erstellen da ich schon einen Monat hier bin. Doch bin ich der Meinung, dass ich auf diesem Wege nicht mehr den Satz :"Das hast du mir gar nicht erzählt" mehr hören muss. Ich verliere auch echt schnell den Überblick, wem ich was wann erzählt habe. Außerdem möchte ich nicht alles doppelt erzählen, tippen ist bekanntlich nicht gerade meine Leidenschaft.

Also ich bin gestern aus Berlin zurück und mein Vorhaben mein frisch gebackenen Neffen zu sehen ist mehr als gelungen. Der ist so niedlich und klein, da schmerzen gleich die 11 Stunden Zugfahrt (in eine Richtung) gleich weniger. Aber durch den kleinen Trip habe ich auch Schwarzbrot, auch wenn ich heute morgen nichts zum Belegen außer Butter. Und zwar den 125g Würfel, den ich seit 5 Wochen im Kühlschrank habe. Das in Berlin gekaufte Stück Butter habe ich auch gleich eingefroren.

Durch die Zeitumstellung ist jetzt schon um 17 Uhr dunkel, so dass ich meine Mitbewohnerin Marion um 18 Uhr fragen wollte, ob sie ´Dinner` haben möchte. Nach dem Blick auf die Uhr habe ich mich jedoch umentscheiden. Zum Abendessen gibt es heute Kürbissuppe, mal wieder. Kürbis kaufen erweist sich hier auf dem Markt sehr schwer. Einer der Verkäufer meinte, dass dieses Jahr nicht so gut für Kürbis wäre. Statt einem kleinen habe ich ein Stückchen von einem riesigen gekauft.

Heute habe ich übrigens versucht ein kommentiertes Video von meinen Heimweg zu drehen, jedoch wollte der Akku meiner Kamera nicht wie ich, also versuche ich dies noch (wenn es zeitlich geht) diese Woche aufzuholen.

(Collegium Novum )
Also bis dahin wünsche ich euch viel Spaß beim lesen!